Eingefroren, festgehalten? 

Von der Vergänglichkeit der Identität 

Das kuratorische Konzept sieht für die diesjährige Ausstellungsreihe die künstlerische Auseinandersetzung mit der historisierten Sicht der Identität vor. Hierfür hat eine Auswahl von renommierten und aufstrebenden Künstlern aus der Schweiz statt gefunden.

Genau wie Wasser, das Grundelement des organischen White Cubes, ist Identität nicht gleichbleibend. Sie wird, sie vergeht und wird erneuert. Die Ausstellungsreihe möchte mit ihrer Gliederung dieser Begebenheit Rechnung tragen. Für diesen Zweck wird die Reihe in zwei zusammenhängende Teile gegliedert. In den ersten drei Wochenenden wird das „Werden“ der Identität beleuchtet. Die nachfolgenden Ausstellungen thematisieren ihr „Vergehen“ hin zur Erneuerung. 

Zu Beginn soll die Ungreifbarkeit und Vielschichtigkeit des Begriffes Identitätaufgezeigt werden. Denn die Identität ist in unserer Zeit, die Postmoderne, nicht eindeutig definierbar, wie es uns biometrische Bilder, Fingerabdrücke und gesellschaftliche Profile glauben lassen. 

Im Februar folgen Positionen zum Erhalt der Identität, hin zum Verlust, gar der Zerstörung, der Identität. Den Schlusspunkt bildet die Überlegungen zur Nicht-Identität als neue Form und Weiterentwicklung der althergebrachten Vorstellung.